Digitale Radiographie – 3 Scanner – 2 Systeme

Die Digitalisierung schreitet voran. Sie macht auch bei uns nicht Halt und der Stand der Normung entspricht nun dem Stand der Technik. Digitale Speicherfolienkonzepte kehren ein, machen ein aufwändiges entwickeln von analogen Filmen mit gefährlichen Chemikalien überflüssig, erhöhen deutlich den Objektumfang, erhöhen also die Möglichkeit der Darstellung unterschiedlicher Wanddicken mit einer Aufnahme und bringen uns viele Vorteile in der Verarbeitung von Daten.

Softwareunterstützte Wanddickenauswertungen von digitalen Panorama Aufnahmen (Schatten) und die vielseitigen Möglichkeiten von Graustufendarstellungen bei der Untersuchung von Guss- und Schmiedeteilen machen eine Auswertung einfacher und vielseitiger. Um für bestimmte Prüfaufgaben insbesondere im ungeregelten Bereich ein Optimum an Prüfaussage zu erzielen, stehen zusätzlich Filter, Farbskalen und Messmittel zur Verfügung. Bei der Bewertung von Schweißnähten gelten die gleichen Gesetzmäßigkeiten, wie wir sie beim analogen Röntgenfilm kennen. Darüber hinaus sind weitere oder neue Parameter von Bedeutung, um die nötige Bildgüte zu gewährleisten. Aus der Schwärzung werden Grauwerte und Signal-Rausch-Verhältnisse und anstelle der Wahl von Filmklassen überlegen wir nun, welche Basisortsauflösung mit welcher Speicherfolie erreicht werden kann. Für den Kunden spielen diese Parameter bei normgerechter Durchführung und Dokumentation keine Rolle. Hierzu haben Sie uns, einem innovativen, vielseitigen und flexiblen Dienstleister.

Die Mehrkosten für Gerätetechnik und Zubehör halten sich zu den Einsparungen des analogen Verbrauchs an Röntgenfilmen und Chemie die Waage. Die Archivierungskosten von analogen Röntgenfilmen gehören der Vergangenheit an.

Wir setzen auf unterschiedliche Anbieter und Technologien von Dürr NDT GmbH & Co. KG – made in Germany – und GE Inspection Technologies und sind somit bestens gerüstet für Ihre Prüfaufgabe.

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Technische Umsetzung RT-CR (Digitale Speicherfolien)

Wir nutzen 2 Scanner von DÜRR NDT (HD-CR 35 NDT) und einen Scanner von GE Inspection Technologies (CRx Vision). Dabei handelt es sich um grundlegend unterschiedliche Systeme. Beide Systeme haben unterschiedlichste Vorteile, während der DÜRR Scanner primär mobil im Einsatz ist und durch seine Einfachheit und Robustheit überzeugt, wird das GE System im Strahlenanwendungsraum festverbaut eingesetzt und für die unterschiedlichsten Prüfaufgaben genutzt. Beim GE System liegen die Vorteile in der schnellen Scandurchsatzmenge und den Filtermöglichkeiten der Software (Flash-Filter). Wir nutzen beide Systeme gerne und jeder Mitarbeiter hat seinen Favoriten.

Technische Daten:
Dürr NDT: HD-CR 35 NDT (LINK)
GE IT: CRx Vision (LINK)

Die umfassenden Möglichkeiten werden in der nachfolgenden Bildstrecke gezeigt – Guss, Schmiedeteile, Schweißnähte, Sonderwerkstoffe, etc.

Einsatzgebiet im Apparate, Behälter und Rohrleitungsbau

Die Norm „Metallisch industrielle Rohrleitungen“ EN 13480-5 verweist seit der aktuellsten Ausgabe auf die „Advanced NDT“-Verfahren. Durch Ihre Nennung stellen dies mittlerweile aber Standardverfahren dar, die als gleichwertig anstelle der konventionellen Durchstrahlungsprüfung (RT-F) gewählt werden können. Weitere Produktnormen verweisen auf die EN ISO 17635, die uns bei der allgemeinen Auswahl der richtigen Durchführungs- und Bewertenorm für Prüfungen in Bezug zur Schweißnahtqualität (Bewertegruppen nach EN ISO 5817) zur Seite steht.

Auszug:

Die Verfahren sind nach EN ISO 17635:2016, Tabelle 3 auszuwählen.
Die Prüftechniken müssen EN ISO 17635:2016, Tabelle A.5 (RT‐F), A.6 (RT‐D), (RT‐CR) oder (DDA), A.7 (UT), A.8 (TOFD) und A.9 (PAUT) entsprechen.
Die ZfP‐Verfahren A.7, A.8 und A.9 können für andere als ferritische Werkstoffe verwendet werden, vorausgesetzt, dass diese die erforderlichen Bewertungsgruppen nach Tabelle 8.4.2‐1 erfüllen.

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Zusammenfassung

Die digitale Radiographie wird die analoge Radiographie auch weiterhin nicht vollständig ersetzen können.

Bei rauen Einsatzgebieten ist der Verlust eines analogen Röntgenfilms leichter zu verkraften, als eine beschädigte Speicherfolie. Mobil im Einsatz als Laborwagen mit Vorort-Entwicklerausstattung oder als Büro-Scanner-Laborwagen – beide Verfahren sind mobil im Einsatz.

Die ökologischen, ökonomischen und technischen Vorteile werden in Zukunft eine größere Rolle spielen, sowie die umfassende Auswahlmöglichkeiten verschiedenster Verfahren.

Schlussendlich sind in Zukunft die Stufe 3 Prüfer deutlich stärker gefragt, um für die Hersteller die geeigneten Verfahren vorzuschlagen – insbesondere eine größere Anzahl an Verfahren zur Verfügung steht.

Mit der Metal Check Gruppe haben Sie den richtigen Partner für die Herausforderungen der Zukunft, nicht nur im Bereich der Radiographie, sondern selbstverständlich auch bei den Alternativen zum Röntgen – der PAUT und TOFD Prüfung. Wir stehen Ihnen beratend sowie durchführend zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Prüfaufgaben.